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  • Tanja Heinz zweifache Deutsche Mastersmeisterin!!!
    Ulrich Ringleb 11.09.2021 14:13
    Großartiger Erfolg! Glückwunsch allen Beteiligten ... :lol:

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Übersetzung eines Artikels aus Swimmingworldmagazine Juli 2011

Erfolgreiches Schwimmtraining: Wissenschaft oder Kunst ?

1968 erschien das Standardwerk "Die Wissenschaft vom Schwimmen" von Doc Counsilman. Seit dem haben tausende von Trainern seine Lehrsätze angewandt. Macro-, Meso- und Mikro-Zyklen sind dennoch nur ein Teil auf dem Weg zum Erfolg.

"Erholung ist eine Komponente, die oft übersehen wird ", sagt Brett Hawke, Coach in Auburn. "Um gleichbleibende Leistung abzuliefern, oder im nächsten Training sogar besser zu sein, muß man sich zunächst von der letzten Trainingseinheit erholen. In Auburn nehmen wir die Erholung sehr ernst. Wir planen, diskutieren mit unseren Athleten darüber bezüglich Ernährung, Schlaf, Flüssigkeitsaufnahme, und den Trainingszyklen selbst. Wann wir lockere Tage haben und weann härtere."

"Generell haben wir unter Woche Einheiten zur Erholung," sagt Hawke. Zu Beginn und in der Mitte der Saison haben wir Mittwoch morgens trainingsfrei und lockeres Schwimmen am Nachmittag sowie härtere Einheiten jeden Tag außer Samstag und Sonntag. Nach und vor gewissen Meisterschaften fügen wir zwei Erholungstage pro Woche ein. Die Schwimmer schlafen dann Dienstag und Donnerstag früh aus. Am Nachmittag machen wir dann Hypoxie Training (z.B. 10x50m alle 0:50 ohne Atmung), Übungen zur Wasserlage und leichtes aerobes Training, max 2000m.

Andere Tage werden bestimmt durch hochintensives Training mit hohem Tempo. 2011 - 10 Tage vor den Mannschaftsmeisterschaften (NCAA) der Frauen und 17 Tage vor denen der Männer haben wir z.B. als Hauptserie folgendes Programm geschwommen:

2x

3x25 - 100m Tempo, alle 0:40
100 locker
2x100 mit 160er Puls
100 locker

Danach eine Beine Übung 8x15m vom Abstoß - 100% und ein paar technische Übungen wie Wenden, Anschlag und Staffel-Wechsel.

Wie ernst man in Auburn das Thema Erholung nimmt, sieht man auch an anderen Dingen. Zusätzlich zu Wasser und Gatorade während des Trainings, wird erwartet, dass jeder Schwimmer nach dem Training eine weitere Flasche Wasser trinkt. Nach anstrengendem Krafttraining werden Protein Shakes gereicht. An Land stehen Kübel mit warmen und kaltem Wasser bereit um den Laktatabbau zu beschleunigen. Bei Wettkämpfen bibt es einen Speiseplan und spezifische Snacks.

Zwie bis drei Wochen vor Meisterschaften gibt es tägliche Massagen.

....

Jeder ist verschieden

Wenn es um Erholung geht, managed der Washingtoner Trainer Joel Shinofield seine Sportle individuell. "Grundsätzlich glaube ich nicht, dass die gleiche Art von Erholung am gleichen Tag für alle Teammitglieder sinnvollist - ich habe 28 verschiedene Körper im Team. Einige Jungs müssen jeden Tag trainieren, andere brauchen längere Erholungsphasen...."

Der Club trainiert nur einmal am Tag, so dass es über den Tag schon natürliche Erholungsphasen gibt. Letzes Jahr wurde auf Nachfrage der Schwimmer ein kompletter Erholungstag eingeführt. Das Ergebnis ?

"Wir haben furchbare Leistungen gebracht. Wir hatten nicht die Trainingsqualität wie in der Vergangenheit. Daher sind wir dieses Jahr wieder zum alten Rythmus zurückgekehrt. und hatten eine viel bessere Saison," sagte Shinofield.

"Während des Taperns schicke ich Leute nach Hause und erkläre ihnen, dass sie einen Tag lang nicht trainieren sollen oder sich nur aufwärmen sollen und dann wieder gehen. Ich glaube, dass es meine Stärke als Trainer ist, dass ich meine Sportler individuell einschätzen kann."

Kate Lundsten bevorzugt Erholung je nach Stimmungslage. "Es ist mein Job zu erkennen, wie die Sportler schwimmen und kommunizieren - wie ist die Stimmung im Becken, reden sie viel oder sind sie ruhig," meint sie. "Unsere Trainingstage mit höherer Intensität sind Dienstag und Donnerstag, mit einigen Sprints am Samstag, Wir bauen of Mittwoch und Freitags Erholungstage ein, an denen wir längere Strecken mit geringerer Intensität schwimmen" sagt sie.

Trinken Ernährung und Schlaf

Wesentlich für jede gute Erholung ist das Triumvirat aus Hydrierung, Ernährung und Schlaf. Eigene Wasserflaschen am Beckenrand sollten vorgeschrieben sein und zusätzlich Getränke im Überfluß vorhanden sein.

Eine weitere Notwendigkeit ist die Nahrungsaufnahme innerhalb ca. 30 Minuten nach dem Training. Dick Hannula glaubt, dass Geschwindigkeit und Kraft, die durch Krafttraining aufgebaut wurden, durch Erholungsphasen verstärkt werden und er predigte zu den Eltern seiner Schwimmer, dass die Sportler permanent auf ihre Trainingsanwohnheiten achten müssen, speziell auf Ruhephasen und Ernährung.

Er experimentierte auch mit Nahrungsergänzungstoffen. Er testet Vitaminpräparate, Weizenkeimöl. Vitamin E und Kreatin. "Es hat nicht lange gedauert, bis sich dieses Zeug verbannte und wieder zur normalen Ernährung zurückgekehrt bin," sagt er.

Die meisten Trainer stimmen überein, dass Schlafmangel das größte Hemmnis für eine erfolgreiche Erholung ist. In der Schule gibt es Druck, Der heutige Trend zum social networking ist eine zusätzliche Ablenkung.

"Auf dem College sehen wir die Athleten nur 3-4 Stunden pro Tag. Also bleiben noch 20 Stunden übrig. Wenn das Team vor den Meisterschaften ins Trainingslager geht höre ich "Wow, ich möchte gerne richtig schnell schwimmen". Meine Antwort: Wolltest du auch Freitag abend um 21:30 schnell schwimmen oder Montag früh um 5:30 ?".

"Ich möchte nicht, dass die Schwimmer ihren ganzen Lebenswandel nach dem Schwimmsport ausrichten, aber augenscheinlich können wir nur einen Teil davon kontrollieren sind aber letzendlich für den Erfolg verantwortlich. Also muß ich schon eine gewisse Eigenverantwortung einfordern können."

Zusätzlich zu genügend Schlaf hat Hannula Schwimmer und Eltern aufgefordert den Stress Level der Sportler zu beobachten, speziell während der letzten Wochen der Saison.

"Stress ist additiv. Es ist egal wo er her kommt. Wir erzeugen im Training noch mehr davon. Der Schlüssel ist Unruhe abzubauen und im Training Spaß zu haben."

Das ist richtig, aber wie Hawke sagt:" Wir sind in einer Wettbewerbs-Welt. Wir müssen mit dem mithalten, was andere machen."

Noch ein weiterer Gedanke, über den man mal schlafen müsste....

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