🏊‍♀️ DMS Oberliga: Damen der SG Mittelhessen müssen den Abstieg hinnehmen

Der Euphorie im Vorjahr folgt in diesem Jahr die Ernüchterung: Nach dem Aufstieg in die höchste hessische Schwimmliga musste die Damenmannschaft der SG Mittelhessen beim Durchgang der Hessischen Oberliga am 1. November in Frankfurt einen Abstiegsplatz hinnehmen. Trotz großer kämpferischer Leistung aller acht Schwimmerinnen reichten die erzielten Punkte nicht aus, um die Klasse zu halten.

Im vergangenen Jahr war die Damenmannschaft der SG Mittelhessen in die höchste hessische Schwimmliga aufgestiegen. Beim diesjährigen Durchgang der Hessischen Oberliga am 1. November in Frankfurt landete die Mannschaft aus Gießen, Biebertal und Alsfeld auf einem Abstiegsplatz. Schon im Vorfeld war klar, dass es diesmal eng werden würde. Besonders die Ausfälle der tragenden Säulen der Vorjahresmannschaft — Lena Pidde, Kerstin Thiel und Sonja Völker — konnten nicht kompensiert werden. Zudem war es nicht gelungen, genügend Nachwuchskräfte auf ein oberligataugliches Niveau heranzuführen, sodass erneut ältere Aktive in die Bresche springen mussten. Dadurch fiel der Abstand zu den übrigen Mannschaften deutlich aus.

Trotz des enttäuschenden Mannschaftsergebnisses zeigten die Schwimmerinnen starke individuelle Leistungen und zahlreiche persönliche Bestzeiten. Trainer Andreas Borchert lobte den Einsatz seines Teams und hofft nun, dass die Männer am kommenden Wochenende den langersehnten Aufstieg in die Landesliga schaffen.

💪 Starke Einzelleistungen der SG-Schwimmerinnen

Jacqueline Hoffmann (Jg. 1994, KSG Bieber) erzielte im Verlauf der Meisterschaft zwei neue Bestzeiten: über 100 m Lagen in 1:20,76 Minuten und über 100 m Rücken in 1:21,44 Minuten. Eine besonders kämpferische Leistung zeigte sie über 400 m Lagen, wo sie nach 6:03,11 Minuten anschlug.

Elena Peppler (Jg. 1994) schwamm auf ähnlich hohem Niveau wie bei den Hessischen Meisterschaften in Baunatal eine Woche zuvor. Über 100 m Brust erzielte sie mit 1:18,66 Minuten die höchste Punktebewertung für die Mannschaft (600 Punkte). Über 400 m Freistil verbesserte sie sich um zehn Sekunden auf starke 5:07,96 Minuten.

Jana Quittnerova (Jg. 1991) sammelte wichtige Zähler für das Team, insbesondere über 200 m Freistil in 2:27,86 Minuten und 50 m Freistil in 0:30,26 Minuten.

Rebekka Schuldes (Jg. 1985), die inzwischen hauptsächlich als Trainerin am Beckenrand steht, zeigte im Wasser, dass sie noch immer konkurrenzfähig ist. Über 50 m Freistil blieb sie mit 0:30,03 Minuten nur fünf Hundertstel über ihrer Bestmarke. Über die längeren Strecken 200 m Freistil und 200 m Rücken schlug sie nach soliden 2:33,03 bzw. 2:46,52 Minuten an.

Janina Seibert (Jg. 1991) erzielte ihre höchste Punktzahl mit einer überraschenden Bestzeit über 400 m Lagen in 5:49,92 Minuten. Sehr zufrieden war Trainer Borchert auch mit ihren 2:47,94 Minuten über die halbe Distanz, 200 m Lagen.

Ann Kristin Stein (Jg. 1989, Alsfelder Schwimmverein) blieb nach langem Anlauf in Frankfurt erstmals über 200 m Schmetterling unter der Drei-Minuten-Marke und schlug in 2:59,46 Minuten an. Auch ihre 1:07,81 Minuten über 100 m Freistil zum Abschluss der Wettkämpfe bedeuteten eine neue persönliche Bestzeit.

Julia Thome (Jg. 1988, Biebertal) war über 800 m Freistil in 11:01,37 Minuten sogar knapp schneller als im Vorjahr. Über 100 m Brust verbesserte sie sich auf sehr gute 1:28,21 Minuten.

Sarah Völker (Jg. 1984) war neben Elena Peppler die herausragende Schwimmerin der kleinen mittelhessischen Mannschaft. Über 200 m Rücken verfehlte sie mit 2:38,84 Minuten den Vereinsrekord ihrer Schwester Sonja nur knapp. Auch die anstrengenden Schmetterlingsstrecken nahm sie in Kauf und lieferte mit 1:12,17 Minuten über 100 m Schmetterling und 2:46,93 Minuten über 200 m Schmetterling zwei sehr gute Leistungen ab. Aus diesen starken Ergebnissen ragen ihre 1:03,88 Minuten über 100 m Freistil noch einmal heraus, wofür sie mit 588 Punkten die zweithöchste Wertung innerhalb der Mannschaft erreichte.

Trotz des Abstiegs zeigt die Bilanz der Damen der SG Mittelhessen, dass viel Potenzial im Team steckt. Mit gezielter Nachwuchsarbeit und hoffentlich weniger Ausfällen in der kommenden Saison kann der Wiederaufstieg in die Hessische Oberliga ein realistisches Ziel sein.

Ergebnisübersicht DMS Oberliga 2008 (Bilder sind nur Symbole)
Ergebnisübersicht DMS Oberliga 2008 (Bilder sind nur Symbole)

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