🏊‍♂️ Schöne Erfolge im Bonner Frankenbad für die SG Mittelhessen

Nach Staffelwettkämpfen, Meisterschaften über die langen Strecken und intensivem Training in den letzten Wochen stand für die Schwimmerinnen und Schwimmer der SG Mittelhessen mit dem Internationalen Jugendschwimmfest im Bonner Frankenbad die erste große Bewährungsprobe des Jahres auf dem Programm. Zwei Wochen vor dem ersten Saisonhöhepunkt, dem Frühjahrsmeeting am Faschingswochenende in der Ringallee, reiste Trainer Andreas Borchert mit acht seiner Schützlinge zu diesem dreitägigen Event, einem der bestbesetzten Jugendwettkämpfe Deutschlands. Schon im Vorjahr waren der kleinen SG-Mittelhessen-Mannschaft auf diesem Wettkampf einige überraschende Erfolge gelungen. Die erzielten Zeiten lagen deutlich über dem, was zu diesem frühen Saisonzeitpunkt zu erwarten war, wobei allerdings auch noch ein Defizit bei der Spritzigkeit der einzelnen Aktiven deutlich wurde.

Team der SG Mittelhessen beim Jugendschwimmfest in Bonn 2009

💪 Starke Leistungen der SG Mittelhessen in Bonn

Chris Hartmann (Jg. 1993) hatte in seinem Jahrgang einen besonders schweren Stand, freute sich aber über einige bemerkenswerte Zeiten. Über 200 m Lagen verbesserte er sich um knapp sieben Sekunden auf 2:33,65 und blieb mit 2:49,83 über 200 m Brust erstmals unter der Marke von 2:50 Minuten. Seine beste Zeit schwamm er mit 1:14,72 in einem beherzten Rennen über 100 m Brust.

Jonathan Heil (Jg. 1996) verfehlte mit Rang vier über 50 m Brust in 0:42,73 nur knapp eine Medaille. Stark verbessert präsentierte er sich auch über 200 m Brust, auf der er in 3:17,71 knapp vier Sekunden schneller war als zuvor.

Danyal Komac (Jg. 1995) zeigte nach zuletzt etwas schwächeren Leistungen wieder sein wahres Gesicht. Am ersten Veranstaltungstag triumphierte er mit einem dritten Platz über 400 m Freistil und blieb mit 4:58,45 erstmals auf dieser Strecke unter fünf Minuten. Das gleiche Resultat gelang ihm über 200 m Freistil, die er mit 2:15,85 ebenfalls auf Rang drei beendete. Etwas mehr Mut auf den ersten 50 m, und in Bonn wäre für ihn der Sprung unter einer Minute möglich gewesen — so blieb die Uhr mit 1:00,12 über 100 m Freistil noch einmal knapp über der magischen Marke stehen. Dass er sprinten kann, stellte er mit seiner neuen Bestzeit von 0:27,52 über 50 m Freistil eindrucksvoll unter Beweis.

Tom Noll (Jg. 1993), der hörgeschädigt ist, erwischte ebenfalls ein starkes Wochenende. Über 100 m Freistil war er trotz seines Handicaps mit 1:00,46 nur unwesentlich langsamer als sein Vereinskollege Danyal Komac. Über 50 m Freistil drehte er den Spieß um und war mit 0:26,93 auf der Sprintstrecke deutlich schneller. Um knapp eine Sekunde verbesserte er sich zudem über 50 m Schmetterling auf 0:31,06.

Richard Rejab (Jg. 1993) sucht nach längerer krankheitsbedingter Auszeit wieder den Anschluss und scheint diesen zumindest auf den Sprintstrecken auch wieder gefunden zu haben. Mit 0:28,86 erzielte er über 50 m Freistil eine ansprechende Leistung.

🏅 Medaillen und Vereinsrekorde bei den SG-Mädchen

Das qualitativ beste Ergebnis innerhalb der SGMH-Truppe erreichte die Gießenerin Rhea Lampien (Jg. 1996) mit ihrer Silbermedaille über 100 m Schmetterling. In dieser Disziplin hatte sie schon zuletzt große Sprünge gemacht. Auch in Bonn war sie wiederum drei Sekunden schneller und wurde mit 1:17,35 überraschend Zweite in ihrem Jahrgang. Eine ähnlich große Steigerung gelang ihr über 100 m Freistil, die sie mit 1:07,57 ebenfalls in neuer Bestzeit abschloss. Genauso hoch einzuschätzen sind ihre 2:29,30 über 200 m Freistil.

Ihre Schwächephase scheint auch Elena Pepler (Jg. 1994) überwunden zu haben, auch wenn es ihr noch etwas an Konstanz in ihren Leistungen fehlt. Mit zwei neuen Vereinsrekorden und einer Bronzemedaille kehrte die Wieseckerin nach Hause zurück. Über 50 m Brust (0:36,19) und 200 m Brust (2:54,38) verbesserte sie jeweils ihre eigenen Vereinsrekorde. Hinter den Erwartungen zurück blieb sie allerdings mit 1:19,23 über 100 m Brust.

Wie verwandelt trat Lea Seibert (Jg. 1996) bei diesem Wettkampf auf, der ihr hoffentlich Auftrieb für die kommenden Veranstaltungen gibt. Besonders stark verbessert zeigte sie sich auf den Freistilstrecken. Über 100 m Freistil schwamm sie mit 1:09,87 zur Überraschung aller unter 1:10, nachdem sie zuletzt immer bei 1:14er-Zeiten «herumgekrebst» war. Knapp 13 Sekunden schneller war sie über 200 m Freistil (2:37,28), und auch die 50 m-Zeit von 0:32,37 war deutlich besser als ihre vorherigen Leistungen.

⛪ Parallelwettkampf in Fulda: Dompfaff-Pokal

Parallel zum Bonner Wettkampf fand in Fulda das Schwimmen um den Dompfaff-Pokal statt. Als einzige Starterin der SG Mittelhessen ging hier die Alsfelderin Ann-Kristin Stein (Jg. 1989) an den Start. Auf ihrer Speziallage Schmetterling konnte sie jedoch noch nicht an ihre Vorjahreszeiten anknüpfen. Ihre beste Zeit erzielte sie mit 0:32,43 über 50 m Schmetterling.

Insgesamt zeigte sich, dass die SG Mittelhessen beim Internationalen Jugendschwimmfest in Bonn und beim Dompfaff-Pokal in Fulda auf einem sehr guten Weg in die neue Saison ist. Zahlreiche Bestzeiten, Vereinsrekorde und Podestplätze sind ein starkes Signal für das anstehende Frühjahrsmeeting in der Gießener Ringallee.

Übersicht Schwimmfest in Bonn 2009
Übersicht Schwimmfest Bonn 2009

Kommentar schreiben

Senden