Versöhnlicher Jahresabschluss für die Schwimmer der SG Mittelhessen
Der Hessische Schwimmverband richtete am vergangenen Wochenende im Hallenbad Frankfurt‑Höchst die Hessischen Jahrgangsmeisterschaften der jüngeren Jahrgänge auf der Kurzbahn aus – die letzte Meisterschaft des Jahres. Fünf Aktive der SG Mittelhessen hatten im Vorfeld die anspruchsvollen Qualifikationsnormen unterboten und sich damit ihre Teilnahme verdient.
Besonders groß war die Erwartungshaltung bei Danyal Komac (Jg. 1995), der nach dem Meldeergebnis als einziger SGMH‑Schwimmer realistische Medaillenchancen hatte. Beeindruckend war, wie souverän er mit diesem Druck umging und bei seinem wichtigsten Saisonwettkampf erneut starke Leistungen abrufen konnte. Mit zwei Silbermedaillen kehrte er nach Biebertal zurück.
Bei den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften wird in jeder Disziplin ein Dreikampf aus 50 m, 100 m und 200 m ausgetragen. Zusätzlich werden die 100 m‑, 200 m‑ und 400 m‑Strecken einzeln medailliert. Danyal Komac startete im Freistil‑Dreikampf. Den Grundstein für seine spätere Silbermedaille legte er mit Platz zwei über 50 m Freistil, wo er in 0:27,95 erneut unter der 28‑Sekunden‑Marke blieb. Über 100 m Freistil steigerte er sich auf eine neue Bestzeit von 1:00,33 und sicherte sich damit die Vizemeisterschaft. Mit einem besseren Start und saubereren Wenden wäre die Minutengrenze greifbar gewesen. Über 200 m Freistil verbesserte er sich auf 2:16,23 und belegte Rang vier. In der Dreikampfwertung erreichte er hinter Fabian Starkbaum (Darmstadt) und Victor Lofredi (Frankfurt) Platz zwei – sein bisher größter sportlicher Erfolg.
Auch Henning Pidde (Jg. 1994) zeigte eine starke Leistung. Nach langem Anlauf gelang ihm über 50 m Schmetterling mit 0:29,51 endlich der ersehnte Sprung unter die 30‑Sekunden‑Marke. Über 100 m Schmetterling blieb er in 1:08,87 erstmals deutlich unter 1:10. Ein kleiner Einbruch über 200 m Schmetterling (2:53,42) verhinderte eine bessere Platzierung im Dreikampf, wo er Rang fünf belegte. Über 100 m Lagen überzeugte er zudem mit sehr guten 1:10,34.
Für die drei weiblichen Starterinnen der SG Mittelhessen war bereits die Qualifikation ein großer Erfolg. Obwohl sie keine realistischen Chancen auf vordere Plätze hatten, präsentierten sie sich in ihren Jahrgängen sehr stark.
Rhea Lampien (Jg. 1996) bestätigte ihre guten Leistungen der vergangenen Wochen. Über 100 m Freistil blieb sie in 1:09,49 unter der 1:10‑Marke und gehört damit zu den acht SGMH‑Schwimmerinnen, denen dies in diesem Jahr gelang. Über 100 m Schmetterling verbesserte sie sich um fast sechs Sekunden auf 1:20,64. Über 100 m Brust blieb sie in 1:29,78 erstmals unter 1:30.
Die gleichaltrige Lea Seibert zeigte ihre beste Leistung über 100 m Lagen in 1:22,44.
Die zehnjährige Paula Wirth, jüngste Teilnehmerin der SGMH, startete im Rücken‑Dreikampf. Über 50 m Rücken erzielte sie mit 0:43,45 eine neue Bestzeit. Eine Disqualifikation über 100 m Rücken machte jedoch alle Hoffnungen auf eine vordere Platzierung zunichte.
Trainer Andreas Borchert zeigte sich dennoch sehr zufrieden. Die Trainingsplanung sei voll aufgegangen, und alle Athletinnen und Athleten hätten sich im Saisonverlauf deutlich gesteigert.