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2013 DmsgruppeklMännermannschaft schafft trotz einiger Ausfälle den Klassenerhalt, Frauen müssen absteigen...

 Am letzten Januarwochenende stand für die Deutschen Schwimmer in fast allen Ligen die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft auf dem Programm. Im Vorjahr hatte die Damenmannschaft der SG Mittelhessen den Aufstieg in die Hessische Oberliga geschafft, die Männermannschaft war damals knapp am Aufstieg gescheitert und verblieb somit in der Landesliga. Auch in diesem Jahr schwammen beide Ligen ihren Vorkampf wieder in Baunatal.

Gerissene Bänder, verschobene Wirbel, Bronchitis, Schulterbeschwerden, Prüfungsvorbereitungen - je näher der Termin 27. Januar rückte, desto länger wurde die Liste der Ausfälle. An schlagkräftige Mannschaften mit jeweils 10 guten, ligatauglichen Schwimmern war daher nicht zu denken. Vielmehr hatten die Verantwortlichen der SG Mittelhessen Probleme überhaupt zwei Mannschaften an den Start zu bringen. Nach einigen Aufregern in den letzten Monaten – Ausscheiden von Thomas Mulitze als Cheftrainer, Ausstieg der KSG Bieber aus der SG Mittelhessen – war den Verantwortlichen insbesondere daran gelegen, einen Abstieg in die Bezirksliga zu vermeiden, um nicht noch mehr Unruhe in die Mannschaft zu bringen.

Damenmannschaft muss absteigen

Mit dem Abstieg der Damenmannschaft aus der Oberliga in die Landesliga musste gerechnet werden. Mit 12949 erzielten Punkten blieb das Team ziemlich nahe an der vorher errechneten Punktzahl. Alle neun eingesetzten Teilnehmerinnen brachten also ihre gegenwärtig bestmöglichen Leistungen.
Laura de Marianis schaffte ihre beste Zeit mit 0:39,93 über 50m Brust. Auch über 200m Brust blieb sie mit 3:11,13 deutlich über den Erwartungen.
Die recht kurzfristig eingesprungene Carolin Glöser (Jg 99) machte einen guten Job. Besonders über 50m Rücken hielt sie den Rückstand auf die Spitzenteams mit guten 0:37,65 im Rahmen.
Janina Guschel (Jg 96) hatte sich dass Erreichen von Pflichtzeit für die Hessischen Titelkämpfe in diesem Jahr als Ziel gesetzt. Mit 1:27,41 über 100m Brust schaffte sie dies in Baunatal nur ganz knapp nicht. Über 400m Freistil (5:31,57) und 800m Freistil (11:14,37) schwamm sie jeweils ganz knapp an die 400 Punkte-Marke.
Tanja Jaworski unterstütze die Mannschaft mit zwei sehr guten Leistungen über 50m (0:33,10) und 100m Schmetterling (1:17,15). Inga Kotulla erzielte bei ihrem Start über 100m Freistil mit 568 Punkten für ihre 1:03,85 die punktbeste Leistung der Mannschaft. Die für sie ungewohnten 200m Freistil beendete sie in hervorragenden 2:22,45.

Wegen einer langwierigen Schulterverletzung war Tabea Marauhn (Jg 99) nur bedingt einsatzfähig. Über 50m Brust schwamm sie mit 0:41,51 nahe an ihre Bestzeit heran. Neu im Team war die als Nachwuchstrainerin tätige Isabel Marzi (Jg 92). Mit 1:20,03 verfehlte sie die 1:20er Marke über 100m Rücken denkbar knapp. Auch über 200m Rücken sammelte sie mit guten 2:39,88 wichtige Punkte.

Lena Pidde (Jg 92) „opferte“ sich trotz großen Trainingsrückstandes mit einem Einsatz über 800m Freistil (11:56,35) Ihre beste Zeit schwamm sie mit 0:31,43 auf der 50m Freistil-Sprintstrecke.
Ann-Kristin Stein (Jg 89) erzielte beim letzten ihrer 5 Starts mit 5:52,31 über 400m Lagen neue persönliche Bestzeit. Über 100m Freistil bekam sie für gute 1:04,35 die hohe Punktzahl von 554 Punkten, die zweitbeste für SGMH an diesem Tag.

Das Vertrauen der Trainer vollauf rechtfertigen konnte Paula Wirth (Jh 98). Sie musste aus der Not heraus unter anderem d ie 400m Lagen und 200m Schmetterling schwimmen zwei Strecken die sie noch nie zuvor geschwommen war. Mit 6:34,86 über 400m Lagen und 3:23,44 über 200m Schmetterling machte sie ihre Sache sehr gut.

Insgesamt bleibt jedoch zu konstatieren, dass die Mannschaft aufgrund der vielen Ausfälle in diesem Jahr nicht oberligatauglich war. Mit der besten Mannschaft wäre vielleicht der Klassenerhalt in der Oberliga drin gewesen, aber es hat nicht sollen sein.

Herrenmannschaft kämpft und schafft Klassenerhalt

Nichts für schwache Nerven war die Vorstellung der Männermannschft in der Landesliga. Nach einem zwischenzeitlichen letzen Platz aufgrund eines 0-Punkte Rennens über 200m Lagen, steigerte sich jeder der eingesetzten neun Schwimmer im zweiten Veranstakltungsabschnitt ganz erheblich und schwamm die Mannschaft in der Endabrechnung noch auf den achten Platz unter den 12 Landesligateams vor.

Wegen der schulischen Belastung kam Yahya Ashoub (Jg 94) in den letzten Wochen kaum noch zu einem geregelten Training. Umso erstaunlicher seine Leistungen in Bauinatal. Neue Bestzeit über die kräfteraubenden 200m Schmetterling in 2:36,89, sehr gute 1:02,87 über 100m Schmetterling sowie eine Bestzeit über 50m Schmetterling in 0:27,63 glichen einige schwächere Ergebnisse der Mannschaft mehr als aus.

Sam Becker (Jg 99) ist eine Skifreizeit in der Woche vor dem Wettkampf offensichtlich gar nicht gut bekommen. Er stand an diesem Wochenende komplett neben sich. Nur über 200m Rücken zeigte er mit guten 2:45,81 Normalform.

Studienbedingt hat auch Marc Birkhölzer gegenwärtig einigen Trainingsrückstand. Dennoch sprintete er über 50m Freistil in 0:26,02 zu einer neuen Bestmarke. Von seinen weiteren vier Starts sind insbesondere die Ergebnisse über 400m Freistil (4:43,22) und 200m Freistil (2:11,15) herauszuheben.

Obwohl das Training der vergangenen Wochen eher auf die Saisonhöhepunkte im Sommer ausgerichtet war, zeigte Daniel Fodor (Jg 95) schon zu diesem frühen Zeitpunkt sehr starke Leistungen. Mit 0:59,93 blieb er bei seinem neuen Vereinsrekord über 100m Schmetterling zum erstenmal unter einer Minute. Die höchste Punktzahl für das Team holte er mit 658 Punkten für 0:26,39 über 50m Schmetterling. 2:25,70 über 200m Lagen waren eine weitere Top-Zeit.

Sein 0-Pinkte Erlebnis über 200m Lagen dürfte Raphael Keiner so schnell nicht vergessen. Trost der Trainer und Mannschaftskameraden konnte da auch nicht viel helfen. Dass ihm dies noch in den Knochen steckte merkte man bei seinen Einsätzen über 100m Brust (1:24,0) und 400m Lagen (5:51,82), bei denen er deutlich unter Wert geschlagen wurde.

Trainer Rafael Kurzawski kam über 50m Brust (0:35,09) zu einem Kurzeinsatz.
Tobias Luh musste fünfmal ran. Glanzpunkt für ihn war eine neue persönliche Bestzeit von 1:16,64 über 100m Brust. Mit 0:59,02 über 100m Freistil und 0:34.79 auf der 50m Bruststrecke kam der 28jährige jeweils mit sehr guten Zeiten auf Rang 3 ins Ziel.

Fünf Sekunden Verbesserung auf 2:56,62 über 200m Brust, sieben Sekunden über 400m Lagen auf 5:42,25 – Benito Marazzi (Jg 99) war damit einer der Lichtblicke für die SGMH bei dieser Mannschaftsmeisterschaft. Diese guten Zeiten waren Lohn für seine konstante guten Trainingsleistungeen der letzten Wochen.

Tjard Neumann (Jg 91) studiert mittlerweile in Bayreuth, kann dort aber leider keinem geregelten Schwimmtraining nachgehen. Nachdem er im Vorjahr noch fehlen musste, war sein Einsatz in diesem Jahr für die Mannschaft „überlebenswichtig“. Die 0:54,80, die er im letzten Rennen der Veranstaltung überhaupt über 100m Freistil erzielte, sicherten der Mannschaft den nötigen Punktevorsprung auf den Abstiegsplatz. Sein Sieg im 50m Freistilrennen mit 0:24,85 brachte zudem noch wichtige 627 Punkte auf das Mannschaftskonto.

Das Nervenflattern wäre bei optimaler Mannschaftsbesetzung nicht notwendig gewesen, sorgte aber für einen spannenden Wettkampf. Der nachdrängende Nachwuchs im Männerbereich macht Hoffnung, dass dies die SGMH auch in den kommenden Jahren dauerhaft zumindest in der Landesliga vertreten sein wird.

 

dd

 

 

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