🎉 GSV-Schwimmer beschenken den Verein zum 100-jährigen Jubiläum
Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum des Gießener Schwimmvereins (GSV) machten die Schwimmerinnen und Schwimmer dem Verein ein besonderes Geschenk: Beim Bezirksdurchgang zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft (DMS) in Marburg-Wehrda am 19. Februar stiegen die Damen des GSV — auch dank einer etwas komplexen Auf- und Abstiegsregelung im Ligensystem — in die nächsthöhere Liga, die Landesliga Hessen, auf. Die Herrenmannschaft verpasste den Aufstieg nach einer kurzfristigen Krankmeldung eines wichtigen Schwimmers und den dadurch notwendigen Umstellungen nur knapp. Beide Mannschaften belegten hinter den Teams des TV Wetzlar in der Bezirksliga den 2. Platz.
🏊♀️ Starke GSV-Damen schaffen den Aufstieg in die Landesliga
GSV-Trainer Stefan Alt stellte für die DMS ein schlagkräftiges Team aus GSV-Mastersschwimmerinnen und Aktiven der GSV-Wettkampftruppe zusammen. Bei der DMS werden alle offiziellen Schwimmstrecken zweimal geschwommen, die erzielten Zeiten in Punkte umgerechnet und anschließend zum Mannschaftsergebnis aufsummiert. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer darf maximal fünfmal starten. Die Aufgabe der Betreuer ist es, die Schwimmerinnen und Schwimmer so einzusetzen, dass die Mannschaft insgesamt optimal punktet — auch wenn das bedeutet, dass nicht immer nur die Lieblings- oder Spezialstrecken geschwommen werden.
⭐ Maile Lang als eifrigste Punktesammlerin
Eifrigste Punktesammlerin im Damenteam war Maile Lang (Jg. 1995) mit insgesamt 2320 Punkten und damit einem großen Anteil am Gesamtergebnis von 12.910 Punkten. Die meisten Punkte holte sie mit starken 2:20,50 Minuten über 200 m Freistil und 2:36,10 Minuten über 200 m Rücken. Die 200-m-Freistil-Zeit wurde mit 485 Punkten bewertet und war die höchste Einzelpunktzahl für das GSV-Team. Auch ihre Zeit von 0:32,12 Minuten über 50 m Rücken ist angesichts des derzeit möglichen Trainingsumfangs eine sehr gute Leistung.
💪 Routiniers und Rückkehrerinnen als wichtige Stützen
Ann Kristin Neuloh-Stein (Jg. 1989) war mit 1978 Punkten erneut eine wichtige Stütze der Mannschaft. Schon bei den Hessischen Meisterschaften hatte die 34-Jährige mit neuen Bestzeiten überrascht. In Marburg war sie nun mit 5:06,62 Minuten über 400 m Freistil und 1:16,85 Minuten über 100 m Lagen so schnell wie nie zuvor.
Iriona Häcker (Jg. 1978) schwamm nach längerer Verletzungspause ihren ersten Wettkampf und kam auf 1807 Punkte. Mit 0:29,37 Minuten über 50 m Freistil und 1:05,12 Minuten über 100 m Freistil nähert sie sich bereits wieder ihren alten Wettkampfergebnissen. Auch die 5:11,18 Minuten über 400 m Freistil, eine für sie eher ungewohnte lange Distanz, waren eine sehr gute Leistung.
Mit über 50 Jahren war Tanja Heinz (Jg. 1971), zuletzt mehrfache Deutsche Mastersmeisterin, aus dem Team nicht wegzudenken. Mit ihren Zeiten über 50 m Schmetterling (0:32,86 Minuten) und 100 m Schmetterling (1:19,90 Minuten) machte sie sich für das Mannschaftsergebnis unverzichtbar.
🎓 Neue Studentinnen verstärken das GSV-Mastersteam
Einige Gießener Studentinnen hatten sich kürzlich dem GSV-Mastersteam angeschlossen und gaben in Marburg ihren Einstand. Merle Thielking (Jg. 2003) überzeugte mit 1:12,91 Minuten über 100 m Rücken und 1:15,40 Minuten über 100 m Lagen. Anna Hoffbauer (Jg. 1989) lieferte über 200 m Brust mit 3:05,85 Minuten wichtige 379 Punkte. Lisa Piechulek (Jg. 1998) scheiterte mit 3:02,84 Minuten über 200 m Schmetterling nur knapp an der Drei-Minuten-Marke. Marie Moersch (Jg. 2000) kam über 50 m Rücken zum Einsatz und überzeugte mit guten 0:35,03 Minuten.
🌟 Junge GSV-Talente im Damenteam
Die vier jüngeren Mitglieder aus den GSV-Wettkampfmannschaften trugen mit ihren sehr guten Leistungen maßgeblich zum Mannschaftserfolg bei. Lilly Hau (Jg. 2007) feierte mit 6:16,15 Minuten über 400 m Lagen ein gelungenes Debüt und schwamm über 100 m Brust mit 1:34,43 Minuten eine weitere beachtenswerte Zeit.
Tabitha Pilatz (Jg. 2010) zeigte über 800 m Freistil mit 12:13,85 Minuten erneut eine sehr gute Leistung. Kathrin Wolff (Jg. 2003) erhielt über 100 m Brust für 1:31,94 Minuten eine Punktzahl von 312 Punkten. Ihre Schwester Lisa Wolff hatte mit insgesamt 2100 Wettkampfmetern vermutlich das härteste Programm zu bewältigen. Über 1500 m Freistil verfehlte sie mit 21:25,98 Minuten ihre Bestzeit nur knapp. Mit 6:24,03 Minuten über 400 m Lagen und 3:14,44 Minuten über 200 m Schmetterling verbesserte sie ihre Bestzeiten deutlich.
🏊♂️ GSV-Herren verpassen den Aufstieg nur knapp
Beim GSV-Männerteam zerplatzten die Aufstiegsträume kurz vor dem Wettkampf in Marburg durch den krankheitsbedingten Ausfall von Samuel Diener. Die erzielten 10.936 Punkte reichten letztlich nicht zum Aufstieg in die Landesliga.
🔥 Top-Leistungen von Daniel Forodr
Mit 2374 Punkten erzielte Daniel Forodr (Jg. 1995) fast ein Fünftel der Mannschaftspunkte. Eigentlich nur noch als «Hobbyschwimmer» im Wasser, zeigte er Leistungen, von denen mancher aktive GSV-Schwimmer nur träumen kann. Drei seiner Zeiten wurden mit mehr als 500 Punkten bewertet. Am höchsten bewertet wurden die 0:55,04 Minuten über 100 m Freistil (540 Punkte) und 0:24,90 Minuten über 50 m Freistil (530 Punkte). Auch die 1:00,03 Minuten über 100 m Schmetterling waren in dieser Form nicht unbedingt erwartet worden.
🧓 Erfahrung und Nachwuchs im Männerteam
Zu den erfahreneren Schwimmern zählt Rafael Kurzawski (Jg. 1978), der das Team mit 0:35,73 Minuten über 50 m Brust und 0:32,14 Minuten über 50 m Schmetterling unterstützte.
Die Brüder Bence und Balint Bettner kamen jeweils auf fünf Starts. Balint Bettner (Jg. 2007) steuerte unter anderem eine tolle Bestzeit über 400 m Lagen (5:32,71 Minuten) bei. Über 100 m Rücken blieb er mit 1:07,95 Minuten nur knapp über seiner Bestzeit. Sein Bruder Bence Bettner (Jg. 2008) schwamm über 100 m Rücken (1:13,96 Minuten) und 400 m Freistil (5:22,02 Minuten) neue Bestmarken.
Jan-Philipp Bischof (Jg. 2003) wurde ebenfalls fünfmal eingesetzt. Besonders über 100 m Schmetterling machte er mit einer neuen Bestzeit von 1:13,85 Minuten auf sich aufmerksam. Über 400 m Lagen war er mit 5:26,18 Minuten knapp 16 Sekunden schneller als bisher.
🥵 Unbeliebte Strecken für das Team — Einsatz über alles
Luca Damm (Jg. 2005) war ein typisches Beispiel dafür, dass beim DMS das Mannschaftsergebnis über allem steht und Aktive daher manchmal auch über unbeliebte Strecken «in den sauren Apfel beißen» müssen. Aufgrund einer Erkrankung im Vorfeld musste Trainer Stefan Alt um seinen Einsatz zittern.
Über 200 m Schmetterling, eine der anstrengendsten Schwimmstrecken überhaupt, machte er mit 2:59,81 Minuten seine Sache sehr gut. Über seine Spezialstrecken 50 m Freistil (0:27,28 Minuten) und 100 m Freistil (1:00,30 Minuten) deutete er an, dass er bald wieder an sein altes Leistungsniveau anknüpfen kann.
🌱 Nachwuchstalente sammeln wertvolle Punkte
Benjamin Lucius (Jg. 2010), eines der aufstrebenden Talente des GSV, zeigte in Marburg ebenfalls tolle Leistungen. Mit neuen Bestzeiten glänzte der 13-Jährige über 200 m Brust (3:01,09 Minuten) und 100 m Brust (1:24,07 Minuten). Auch die 11:22,87 Minuten über 800 m Freistil und 5:31,23 Minuten über 400 m Freistil brachten wichtige Punkte für das Team.
Mit gerade einmal 12 Jahren war Liam Pyrlik der jüngste Schwimmer der GSV-Mannschaft und wurde über 1500 m Freistil eingesetzt. In 26:04,61 Minuten kämpfte er sich bravourös über diese lange Distanz.
Phil Rademann (Jg. 2010) kam durch den erwähnten Ausfall noch zu einem Start im GSV-Team und nutzte seine Chance: Mit 2:51,53 Minuten über 200 m Freistil schwamm der 13-Jährige eine neue Bestzeit.
🔭 Ausblick: Nächster DMS-Wettkampf bereits im Dezember
Der nächste DMS-Ligenwettkampf findet bereits im Dezember dieses Jahres statt. Bleibt zu hoffen, dass beide GSV-Teams in ähnlicher Besetzung antreten können und vielleicht an der einen oder anderen Stelle noch verstärkt werden. Dann sollte das nächste Ziel, der Klassenerhalt in der Landesliga Hessen für die Damen und ein neuer Anlauf in Richtung Aufstieg für die Herren, realistisch erreichbar sein.
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